GESCHICHTE
Aus Legenden geboren
Oberhalb des Schramberger Tals thront die Ruine der Burg Falkenstein, ein Ort voller Geschichten, Mythen und dunkler Sagen. Seit Jahrhunderten berichten Erzählungen von Falken, die hoch über dem Wald kreisen, und von Hexen, die in mondhellen Nächten durch die Täler streiften. In dieser geheimnisvollen Atmosphäre entstand die Idee, das alte Erbe neu zu beleben: nicht in Büchern, sondern inmitten der Schramberger Fasnet.
Zwei Personen in Krampus-Kostümen mit dunklen Masken, Hörnern und weißem Haar.
1973 – Die Geburtsstunde der Falken-Hexen
Im Jahr 1973 erhielten die Hauptschüler Michael Bauer, Rudi Balkau und Ergun Can im Werkunterricht in Schramberg die Aufgabe, ein Holzprojekt zu erstellen. Statt eines typischen Werkstücks entschieden sie sich, eine Hexenmaske zu schnitzen. Mit der Hilfe ihres Lehrers Sieghart Hafner, einem erfahrenen Schnitzer und Fasnetsnarr, entstanden die ersten Masken für die zukünftigen Falken-Hexen, liebevoll „Kübel“ genannt.
Die Leidenschaft für das Schnitzen war geweckt. Michael Bauer bekam von seinen Eltern ein eigenes Schnitzwerkzeug, was den Grundstein für viele weitere Masken legte. Die Gründungsmitglieder schnitzten gemeinsam die ersten Masken in Zusammenarbeit mit dem bekannten Schramberger Maskenbauer Schaub, der den drei talentierten Schülern zusätzlichen Unterricht im Schnitzen gab.
Eine Gruppe junger Männer in traditionellen Kostümen mit gestreiften Strümpfen und Masken in einem Raum.
1974 – Wachsende Begeisterung
Im Jahr 1974 nahmen die Falken-Hexen zum ersten Mal an der Schramberger Fasnet teil. Der Name entstand, weil die Gründungsmitglieder Rudi Balkau und Günter Balkau in der Nähe der Burg Falkenstein wohnten. Zu den Mitgliedern gehörten damals Peter Wöhrle, Günter Balkau, Angelika Heil und Anne Marie Frick.
Viele Menschen in traditionellen, dunklen Faschingskostümen mit roten Akzenten posieren vor einem roten Traktor.
1976 – Erste Teilnahme an der Schramberger Fasnet
Die erste aktive Teilnahme an der Schramberger Fasnet erfolgte mit zwölf Mitgliedern. Unter dem Namen „Falken-Hexen“ zogen sie mit ihren selbstgeschnitzten Masken durch die Gassen und stießen auf große Resonanz beim Publikum sowie der Narrenzunft.
Die Idee einer neuen Fasnetsfigur in der Schramberger Narrenzunft begeisterte viele. In den folgenden Jahren schlossen sich daher zahlreiche neue Interessierte den Falken-Hexen an, die sich somit als feste Größe in der Schramberger Fasnet etablierten.
Eine Menschenmenge beobachtet eine Person, die als Harlekin verkleidet auf dem Boden liegt, daneben brennt ein Feuer.
1978 – Offizielle Vereinsgründung
Die Falken-Hexen Schramberg e.V. wurden offiziell ins Vereinsregister eingetragen. Die Gruppe ist nun ein eingetragener Verein mit klarer Struktur und Zielsetzung, unter dem neuen Vorstand Peter Wöhrle.
In den ersten Jahren als eingetragener Hexenverein sind die Falken-Hexen Schramberg e.V. bereits seit fünf Jahren auf der Schramberger Fasnet aktiv, und ihr bekanntes Kleidle hat sich etabliert.
Der Verein ist inzwischen auf 43 Mitglieder angewachsen, weshalb ein Aufnahmestopp verhängt wurde. Infolgedessen gründeten sich in den folgenden Jahren weitere Hexenvereine in Schramberg, darunter die Finsterbachhexen, Schinderhexen und Kräuter Hutzeln.
Maskierte Personen in traditionellen Kostümen mit roten Röcken und weißen Schürzen halten ein Banner mit der Aufschrift „FALKEN“.
1981 – Erster Hexenball
Der Wunsch nach einem eigenen Hexenball war schon seit mehreren Jahren in den Köpfen der Vorstandschaft. Bernd Eisenbacher war der Ideengeber und Motivator, diesen ersten eigenen Hexenball ins Leben zu rufen.
Nach einjähriger Planung fand der erste eigene Hexenball im Schramberger Bärensaal statt. Die meisten Programmpunkte wurden von den Vereinsmitgliedern gestaltet. Mit einem ausverkauften Saal konnten die Falken-Hexen ihren Platz in der Schramberger Fasnet festigen und einen großen Erfolg feiern.
Zwei Männer in Damen-Badeanzügen und Perücken posieren, einer trägt eine Sonnenbrille.
1983 – Erster Hexenwagen
Der damals entworfene Hexenwagen wurde mit viel Mühe und liebevoller Handarbeit aus Pappmaché modelliert. Es wurde jedoch nicht bedacht, dass er bei Regen sehr instabil werden könnte. Aufgrund seiner Bauweise war dieser Wagen auch nicht lange auf der Schramberger Fasnet zu sehen. Weitere Hexenwagen sollten folgen!
Menschenmenge beim Faschingsumzug mit großem Maskenwagen und bunten Bannern in einer Stadtstraße.
Hexentanz und Neues Kleid­le der Falken-Hexen
1988 – Hexentanz
Die Falken-Hexen führten bereits 1981 erste Hexentänze auf, die jedoch noch keine Verbindung zur heutigen Version hatten. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Falken-Hexen wurde der neue Hexentanz 1988 am Fasnet-Samstag in neuen Hexenkleidern vor großem Publikum präsentiert. Die alten Hexenkleider wurden abgelegt und durch neue Narrengewänder ersetzt.
Musik und Ton wurden von Michael Reuter und Rudi Balkau und Günter Balkau am Mischpult produziert. Sechs verschiedene Mitglieder liehen ihre Stimmen und sogar Teile aus dem Film „Legende“ mit Tom Cruise wurden integriert. Die Idee für die Geschichte unseres Hexentanzes entstand aus dem historischen Buch „Der Hexenhammer“.
In diesem Buch wird beschrieben, wie die damaligen Hexenverbrennungen durchgeführt wurden. So entstand der Hexentanz in seiner heutigen Version.
Menschen in schwarz-roten Kostümen mit Masken tanzen um ein Lagerfeuer, eine Menge Zuschauer im Hintergrund.
1988 – Neues Hexenkleidle
Wegen der vielen neuen Hexenzünfte und ihres zehnjährigen Bestehens wollten die Gründer der Falken-Hexen ihr Hexenkleid ändern. So wollten sie sich von den anderen Hexenzünften abheben. Die Idee für den Hexenhut kam von einer Hexe, die auf einem Ballplakat der Falken-Hexen abgebildet war.
Die heute genutzten schwarzen Hexenschuhe wurden 1990 eingeführt und ersetzten die früheren Kerzenschuhe. Damit war die bekannte Falken-Hexe komplett.
Eine Hexe in traditioneller Kleidung mit gestreifter Schürze und spitzem Hut, die sich in einem Wintergarten bückt.
Heute – Mehr als ein Verein
Heute sind die Falkenhexen ein fester Bestandteil der Schramberger Fasnet und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Mit über 100 aktiven Mitgliedern, traditionellen Ritualen und einem starken Gemeinschaftsgeist sind wir nicht nur eine Zunft, sondern eine Familie. Wir führen das Brauchtum mit Stolz, Leidenschaft und dem Feuer fort, das seit 1978 in uns brennt.
Zwei Personen in schwarzen Kostümen mit langen blonden Perücken, Masken und roten Hüten halten Händchen vor einem Wald.
Unsere Gründungsmitglieder
Ein lächelnder Mann mit Bart und Glatze hält eine braune Holzmaske.
Ein Mann mit Glatze und weißem Bart, der ein schwarzes T-Shirt trägt und die Arme verschränkt hat.
Günter Balkau
Ein lächelnder Mann mit Bart und Glatze hält eine braune Holzmaske.
Ein Mann mit Glatze und weißem Bart, der ein schwarzes T-Shirt trägt und die Arme verschränkt hat.
Günter Balkau
Lachender Mann in schwarzem T-Shirt hält eine braune Holzmaske mit rotem Tuch und Fellbesatz.
Ein lächelnder Mann mit grauem Haar, schwarzem T-Shirt und verschränkten Armen.
Michael Baur
Lachender Mann in schwarzem T-Shirt hält eine braune Holzmaske mit rotem Tuch und Fellbesatz.
Ein lächelnder Mann mit grauem Haar, schwarzem T-Shirt und verschränkten Armen.
Michael Baur
Ein lächelnder Mann mit grauem Haar und schwarzem T-Shirt hält eine braune Holzmaske mit roten Lippen und hervorstehenden Augen.
Ein lächelnder Mann mit grauem Haar und schwarzem T-Shirt, die Arme vor der Brust verschränkt.
Peter Wöhrle
Ein lächelnder Mann mit grauem Haar und schwarzem T-Shirt hält eine braune Holzmaske mit roten Lippen und hervorstehenden Augen.
Ein lächelnder Mann mit grauem Haar und schwarzem T-Shirt, die Arme vor der Brust verschränkt.
Peter Wöhrle
Ein lächelnder Mann mit langen weißen Haaren und Bart hält eine Krampusmaske aus Holz und Fell.
Ein lächelnder Mann mit langen weißen Haaren und Bart, der ein schwarzes T-Shirt trägt und die Arme verschränkt hat.
Rudi Balkau
Ein lächelnder Mann mit langen weißen Haaren und Bart hält eine Krampusmaske aus Holz und Fell.
Ein lächelnder Mann mit langen weißen Haaren und Bart, der ein schwarzes T-Shirt trägt und die Arme verschränkt hat.
Rudi Balkau
Ein Mann in blauem Hemd hält eine hölzerne Fasnachtsmaske mit rotem gepunktetem Tuch.
Ein lächelnder Mann mit Brille, grauem Haar und Bart, der ein schwarzes T-Shirt mit rotem Logo trägt und die Arme verschränkt.
Ergun Can
Ein Mann in blauem Hemd hält eine hölzerne Fasnachtsmaske mit rotem gepunktetem Tuch.
Ein lächelnder Mann mit Brille, grauem Haar und Bart, der ein schwarzes T-Shirt mit rotem Logo trägt und die Arme verschränkt.
Ergun Can
Dunkle Kiefernwälder sind in dichten Nebel gehüllt.
Willst du mehr als nur Zuschauer sein?
Werde Teil unseres Hexenzirkels, tauche ein in die Geschichte – und schreib sie mit uns weiter.
Dunkle Nadelbäume verschwinden in dichtem, grauem Nebel, der eine undurchdringliche Waldlandschaft schafft.